Kassenbewilligung

Kassenbewilligung – wer übernimmt es?

„Kein Problem, ich erledige das für Sie!“ – Klingt dieser Satz vertraut? Wahrscheinlich ja. Wo ist er oft zu vernehmen? Genau, im therapeutischen Berufsalltag. Eine Tätigkeit sticht dabei besonders heraus, die diese Worte geradezu magisch anziehen: die Kassenbewilligung für PatientInnen. Für das Einholen einer Bewilligung zur Kostenrückerstattung einer Therapieserie durch die Versicherung sind die PatientInnen in der Regel selbst verantwortlich.

Die Realität zeichnet aber oft ein völlig anderes Bild: Viele TherapeutInnen übernehmen diese Tätigkeit für ihre PatientInnen und reichen die Verordnung selbst an die Krankenkasse ein. In unserer Umfrage für TherapeutInnen zur Kassenbewilligung thematisieren wir diesen unentgeltlichen Mehraufwand und zeigen auf, wie viel Arbeit tatsächlich dahintersteckt.

Die Ergebnisse der Umfrage im Detail

Aus dem Outcome der Befragung lässt sich feststellen, dass mehr als die Hälfte aller Selbstständigen in der Physiotherapie, Ergotherapie und Heilmassage die chefärztliche Genehmigung für ihre PatientInnen einholen. In Zahlen ausgedrückt kümmern sich demnach 54 % der Befragten selbst um die Einholung einer Therapieverordnung. Diese Zusatzleistung wird sogar von vielen erwartet und zählt bereits zum guten Ton. Ein genauerer Blick auf die Statistik zeigt, dass der Service in Gruppenpraxen am häufigsten angeboten wird. In der Einzelpraxis oder bei Hausbesuchen übernehmen TherapeutInnen diesen Mehrwert deutlich seltener.

Aber wie viel Zeit und Energie kostet dieser freiwillige Einsatz überhaupt? Abhängig vom Arbeitsvolumen verbringen TherapeutInnen bis zu einer dreiviertel Stunde pro Monat mit dem Einholen von Krankenkassen-Bewilligungen. Auch wenn sich der zeitliche Aufwand in Grenzen hält, ist diese Tätigkeit ein nicht zu unterschätzender Energieräuber. Neben dem Jahresabschluss liegt das Einholen der Verordnungsbewilligung auf Platz zwei der am meisten störenden Arbeiten in der Administration.

Wie kann ich davon profitieren?

Da mehr als die Hälfte aller TherapeutInnen ihren PatientInnen anbieten, ihre Bewilligungen selbst an die Krankenkasse weiterzuleiten, streicht unsere Umfrage die Relevanz des Themas deutlich heraus. Auch wenn diese unentgeltliche Arbeit nur eine dreiviertel Stunde pro Monat an Zeit beansprucht, ist sie nicht automatisch weniger stressig.

Um die Belastung zu reduzieren empfiehlt sich, das Bewusstsein um die Anstrengungen der Verwaltung auf beiden Seiten zu schärfen. So sehen PatientInnen im Idealfall die Leistung nicht mehr als Selbstverständlichkeit an. TherapeutInnen wiederum erfahren mehr Wertschätzung, wenn sie dieses Goodie als Zusatzleistung anbieten.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen