TIPPS vom Steuerberater: Die Arbeitskleidung

Auch Arbeitskleidung ist steuerlich absetzbar

Für Steuerberater Mag. Ingo Gruss ist das Thema Arbeitskleidung immer interessant. Denn der Experte kennt den Wunsch von vielen Selbstständigen, diese zwingend anfallenden Kosten auch bei der Steuer unterzubringen. Und nicht nur Fachmann Gruss weiß um diesem Umstand Bescheid: Die Finanzbehörde kennt das ebenfalls. Schließlich gibt es viele rechtskräftige Urteile, die genau belegen, was alles möglich ist und was nicht. Zum Beispiel gibt es da den Turnlehrer, der seine Trainingsanzüge für den Turnunterricht nicht absetzen darf oder den Kameramann, der für seine Aufnahmen im Schlamm robbt, aber die Reinigungskosten für seine Kleidung nicht von der Steuer absetzen kann. Manches ist auch für den Steuerexperten der Treuhand-Union nicht ganz nachvollziehbar, dennoch muss man eben damit leben. Es ist also nicht immer ganz einfach, die Arbeitskleidung von der Steuer absetzbar zu machen. Aber was ist dennoch drin? Wie können selbstständige PhysiotherapeutInnen, MasseurInnen oder auch EnergetikerInnen ihre Kleidung von der Steuer absetzen?

Ist Arbeitskleidung eine Betriebsausgabe?

Das Absetzen der Arbeitskleidung ist aus steuerrechtlicher Sicht immer ein wenig heikel. Die Finanzverwaltung ist beim Abschreiben von Arbeitskleidung sehr restriktiv und viele Urteile belegen, dass man sie eigentlich nicht absetzen kann. Anders ist das aber bei der sogenannten berufstypischen Arbeitskleidung. Die unverkennbare weiße Arbeitshose oder weiße Arbeitsschlapfen können hingegen schon steuerlich abgesetzt werden. Die Regel lautet, dass etwas dann als Arbeitskleidung gilt, wenn man sie im privaten Bereich nicht so ohne weiteres anziehen würde. Private Anschaffungen sind bei steuerlichen Angelegenheit sowieso ein No-Go. Eine lukrative Möglichkeit, um sich das Absetzen der Arbeitskleidung noch besser zu gestalten, ist beispielsweise das Aufsticken von Logos auf Polo-Shirts. Das Anbringen von Logos auf Textilien führt dazu, dass du deine Kleidung von der Steuer absetzen kannst.

Den Fokus verlagern

Da die Finanzbehörde beim Absetzen der Arbeitskleidung aber oftmals ziemlich einschränkend reagiert empfiehlt Steuerberater Gruss, den Fokus beim Absetzen eher auf andere Betriebsausgaben zu lenken. Hier sind noch weitere Dinge, die PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen oder HeilmasseurInnen eindeutig als Betriebsausgaben anführen können:
• Handy
• Laptop, Tablet oder PC
• Fachliteratur
• Reinigungsmittel
• Seminare
Gerade Elektronikartikel wie eben das Smartphone oder auch ein Tablet lassen sich problemlos steuerlich absetzen. Die Kosten hierfür kann man anteilig ansetzen. Das heißt, dass TherapeutInnen einen kleinen privaten Selbstbehalt bei den Kosten tragen, den Großteil können sie dann steuerlich geltend machen. Bei der selbstständigen Praxisführung sollte also weniger Wert auf die Arbeitskleidung gelegt werden, dafür aber mehr auf die direkte Umgebung. So gelingt das Absetzen von wichtigen Utensilien für die Praxis kinderleicht.

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