TIPPS vom Steuerberater: Belege einfach organisieren
31. Januar 2018
Datenschutz für die Praxis
Datenschutz für die Praxis
26. Februar 2018

Betriebsausgaben in der Physiotherapie: Was kann ich abschreiben?

Die eigene Praxis – für viele ein Traum und das Symbol der Unabhängigkeit schlechthin. Nicht wenige PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen oder HeilmasseurInnen wagen den Schritt in die Selbstständigkeit und richten sich ihre eigene Praxis nach ihren Wünschen und Vorstellungen ein. Arbeiten wie ich will! Mit der eigenen Praxis kommt aber auch die Verantwortung nach steuerlichen Abgaben hinzu. Mag. Ingo Gruss ist Steuerberater in Klagenfurt und zeigt euch im Video, wie man Betriebsausgaben für die physiotherapeutische Praxis ganz einfach steuerlich absetzt. Doch was sind überhaupt typische Betriebsausgaben in der Physiotherapie? Dem Experten für Steuerfragen geht es konkret um drei Punkte, die immer wieder zu Rückfragen führen:

• Die Praxis im eigenen Wohnhaus
• Das Auto
• Die Arbeitskleidung

Die Praxis im privaten Haus

Oft haben Hausbesitzer genug Platz, um in ihrem eigenen Haus eine Praxis einzurichten. Wie kann ich jetzt die Praxis steuerlich absetzen, obwohl sie in meinen eigenen vier Wänden ist? Die Grundregel lautet, dass alles was zum Arbeiten gebraucht wird eine Betriebsausgabe und somit auch absetzbar ist. Wenn die Praxis aber im eigenen Haus ist, wird es schwierig. Alles, was betrieblich und privat genutzt wird, ist im Grunde genommen nicht steuerlich absetzbar. Damit sich die Praxis im eigenen Haus aber nicht als steuerlicher Nachteil entpuppt, gibt es hierzu eine Aufteilungsregelung. Aus der gesamten Quadratmeteranzahl des Hauses wird ein Prozentsatz errechnet, der für den Anteil der Praxis steht. Mit diesem Prozentsatz können nun die Kosten, die die Praxis verursacht, abgesetzt werden. Dazu zählen anteilig:

• Strom
• Heizung
• Müll
• Kanal
• Grundsteuer

Das eigene Auto als Betriebsausgabe

Sind Selbstständige viel mobil unterwegs, spielt das Auto natürlich eine wichtige Rolle. Da der eigene PKW aber auch für private Fahrten zum Einsatz kommt, ist eine genaue Trennung für die Steuer entscheidend. Eine einfache Lösung ist das Führen eines Fahrtenbuchs. Darin hältst du fest, ob es sich um eine betriebliche oder private Fahrt handelt. Darüber hinaus ist die schriftliche Dokumentation des Kilometerstandes am Beginn und am Ende der Fahrt erforderlich. Das mag am Anfang vielleicht penibel wirken, zahlt sich aber am Ende voll aus: Durch das Fahrtenbuch haben Selbstständige einen nachvollziehbaren Beleg, den sie dem Finanzamt vorlegen können. Wer beruflich nur wenig mit dem Auto unterwegs ist, kann auch einfach nur Kilometergeld schreiben und es so als Betriebsausgabe geltend machen. Hierzu rechnest du die betrieblich gefahrenen Kilometer mal 42 Cent.

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen