Finde heraus, wie Du Patienten & Patientinnen beim Schmerzen beschreiben helfen kannst und wieso die VAS-Schmerzskala hier gut geeignet ist!
Als Therapeut:in weißt Du, wie wichtig es ist, dass Patienten & Patientinnen ihre Schmerzen klar ausdrücken. Doch oft fällt ihnen das Schmerzen beschreiben schwer.
In diesem Blog erfährst Du, welche Methoden es gibt, um das Schmerzfeedback zu erfassen. Hier findest Du auch die gängigsten Schmerzarten und wie eine genaue Schmerzbeschreibung den Therapieerfolg verbessern kann.
Vor allem wirst Du hier erfahren, warum der Einsatz einer VAS-Schmerzskala in Therapien gut geeignet ist, um eine präzise Schmerzbeschreibung zu erhalten – und unsere Expertin Ingrid gibt Dir Tipps!
Das Wichtigste in Kürze:
Schmerzbeschreibung: Klare Angaben verbessern Therapie und ermöglichen individuell angepasste Behandlungsstrategien.
Feedback-Methoden: Fragebögen, Umfragen und Gespräche liefern wertvolles, individuelles Patientenfeedback.
VAS-Schmerzskala: Schnell, präzise, einfach integrierbar – ideal für digitale Patientendokumentation.
Was sind Schmerzen?
Schmerz ist ein komplexes, sehr persönliches Gefühl und dient als Warnsignal des Körpers.
Er kann sich in vielen Formen äußern – von stechend und brennend bis zu dumpf und drückend – und entsteht häufig als Reaktion auf Verletzungen, Entzündungen oder Überlastungen.
Dabei spielt nicht nur die körperliche Ursache eine Rolle, sondern auch emotionale und soziale Faktoren beeinflussen, wie intensiv Schmerz wahrgenommen wird.
Schmerz ist nicht nur ein physiologisches Signal ist, sondern auch von vergangenen Erfahrungen und individuellen Wahrnehmungen geprägt wird.
Für Dich als Therapeut oder Therapeutin ist es daher wichtig, Schmerz ganzheitlich zu verstehen. Eine genaue Schmerzerfassung hilft, den passenden Therapieansatz zu finden und die Behandlung optimal anzupassen, sodass der Patient oder die Patientin individuell unterstützt und langfristig Erleichterung erzielt wird.
Das sind die gängigsten Schmerzarten
Es gibt viele verschiedene Arten von Schmerzen, die sich in ihrer Entstehung und Wahrnehmung unterscheiden.
Akuter Schmerz tritt plötzlich auf – meist als Folge einer Verletzung – und dient als Warnsignal, während chronischer Schmerz über längere Zeit anhält und oft mehrere Ursachen haben kann.
Nociceptiver Schmerz entsteht durch direkte Gewebeschädigungen, wohingegen neuropathischer Schmerz auf Nervenverletzungen zurückzuführen ist und oft mit brennenden oder kribbelnden Empfindungen einhergeht.
Auch psychogener Schmerz, der stark von emotionalen und psychischen Faktoren beeinflusst wird, zählt zu den gängigen Schmerzarten.
Außerdem unterscheiden sich somatische Schmerzen, die an der Körperoberfläche auftreten, von viszeralen Schmerzen, die aus inneren Organen kommen.
Wenn du mehr über das Thema Schmerzarten erfahren willst, haben wir den passenden Blog dazu!
Wieso ist die Schmerzbeschreibung wichtig?
Eine genaue Erfassung von (körperlichen) Beschwerden ist ein wichtiger Baustein für den Therapieerfolg.
Wenn Patienten & Patientinnen ihre Schmerzen beschreiben, hilft das Dir, den besten Behandlungsplan zu erstellen.
Gleichzeitig ermöglicht es, den Therapieverlauf genau zu verfolgen und bei Bedarf schnell Anpassungen vorzunehmen.
Steigerung des Therapieerfolgs
Wenn Du präzise Informationen über den Schmerz erhältst – wie stark er ist, wo er auftritt und welche Art von Schmerz vorliegt – kannst Du gezielt und individuell behandeln.
Klare Angaben helfen Dir, die Ursachen besser zu verstehen und direkt auf sie einzugehen.
Das führt oft zu schnelleren und nachhaltigeren Verbesserungen.
Stärkung der Patientenbindung
Wenn alle Schmerzangaben systematisch erfasst und dokumentiert werden, fühlen sich Patienten & Patientinnen verstanden und gut betreut.
Diese lückenlose Dokumentation schafft Vertrauen und stärkt die Bindung zu Deiner Praxis.
Patienten & Patientinnen, die merken, dass ihre Beschwerden ernst genommen und regelmäßig überprüft werden, bleiben länger und empfehlen Deine Behandlung weiter.
Was hilft Patienten & Patientinnen, Schmerzen besser zu beschreiben?
Eine gute Schmerzbeschreibung ist entscheidend, damit Du den bestmöglichen Therapieansatz wählen kannst.
Es gibt verschiedene Wege, die Patienten & Patientinnen unterstützen, ihren Schmerz klar zu benennen.
Einige nutzen visuelle Hilfsmittel, andere bevorzugen standardisierte Fragebögen oder strukturierte Gespräche. Auch digitale Tools können helfen, das Schmerzfeedback systematisch zu erfassen.
Diese Ansätze ermöglichen es, Schmerz in Intensität, Art und Lokalisation besser einzuordnen – so wird die Behandlung individueller und zielgerichteter.
Laut gesundheit.gv.at trägt eine detaillierte Schmerzerfassung wesentlich zur Verbesserung des Therapieerfolgs bei.
So kannst Du Schwachstellen frühzeitig erkennen und Deine Behandlungsprozesse kontinuierlich optimieren. Auf die VAS-Skala gehen wir jetzt genauer ein.
Die VAS-Schmerzskala, um Schmerzen besser zu beschreiben
Die VAS (Visuelle Analogskala) ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Instrument, um den Schmerz Deiner Patienten & Patientinnen zu messen.
Dabei markiert der Patient oder die Patientin einen Punkt auf einer geraden Linie, die von 0 (kein Schmerz) bis 10 (stärkster Schmerz) reicht.
Diese Methode wandelt subjektive Empfindungen in klare, messbare Zahlen um. Mehr Details findest Du in unserem Blog „VAS-Schmerzskala“.
Vorteile der VAS im Vergleich zu anderen Methoden
Im Vergleich zu langen Fragebögen oder rein verbalen Beschreibungen bietet die VAS eine schnelle und präzise Erfassung des Schmerzempfindens.
Sie ist leicht anzuwenden, liefert konsistente Daten und ermöglicht Dir, den Therapieerfolg objektiv zu messen.
Integration in digitale Patientendokumentation
Moderne Softwarelösungen, wie die von synaptos, binden die VAS nahtlos in die digitale Patientenakte ein.
So werden Schmerzwerte automatisch erfasst, visualisiert und für Trends ausgewertet – ideal, um Deine Behandlungsprozesse kontinuierlich zu optimieren.
Tipps von unserer Expertin!
Unsere Expertin Ingrid Doboczky, die als selbständige Physiotherapeutin in Moosburg/Kärnten arbeitet, hat noch ein paar Tipps, was den Einsatz einer VAS-Schmerzskala für das Schmerzen beschreiben von Patienten & Patientinnen betrifft.
„Vor allem bei Kopfschmerzpatienten & -patientinnen setzt man gern auf ein Schmerztagebuch. Dort kann auch eine VAS-Schmerzskala vorhanden sein. Das Schmerztagebuch kann gut dabei helfen, Trigger herauszufinden,“ so Ingrid.
Als Tipp für eine gute Vorlage für ein Schmerztagebuch für Deine Patienten & Patientinnen findet sie, dass sich jenes von selpers.com.
Neben dem Einsatz einer VAS-Schmerzskala (sei es jetzt über eine Software wie synaptos oder ein Schmerztagebuch) ist es aber für Ingrid auch wichtig, mit ihren Patienten & Patientinnen aktiv über ihre Schmerzen zu reden.
„Manchen fällt es leichter, ihre Schmerzen bildlich zu beschreiben. Oft hört man dann „brennt wie Feuer“ oder „stich wie ein Messer“. Wichtig ist es auch, dass man fragt, wann der Schmerz am stärksten ist und ob es etwas gibt, das den Schmerz verbessert oder lindert.“

Schmerzen richtig beschreiben ist wichtiger, als man denkt!
Zusammengefasst zeigt sich, wie entscheidend ein präzises Schmerz beschreiben für den Therapieerfolg ist.
Durch den Einsatz verschiedener Erfassungsmethoden – von klassischen Fragebögen über digitale Umfragen bis hin zu persönlichen Gesprächen – erhältst Du wertvolles Feedback, das Dir hilft, individuelle Behandlungsansätze zu entwickeln und den Therapieverlauf optimal zu steuern.
Eine genaue Schmerzdokumentation ermöglicht es, Ursachen besser zu erkennen und gezielt auf Veränderungen zu reagieren. So tragen klare Angaben nicht nur zur Steigerung des Behandlungserfolgs bei, sondern stärken auch das Vertrauen.
Besonders effektiv ist dabei die VAS-Schmerzskala, die subjektive Empfindungen in konkrete Zahlen umwandelt. Auf die VAS-Skala gehen wir jetzt genauer ein.